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Praktikumsberichte Computerfirma
Praktikumsbericht M. Hankel, 13.12.04 - 23.05.05
Mein Praktikum in Mexiko habe ich bei der Computerfirma SI in Cuernavaca, Morelos durchgeführt. Zuvor hatte ich einen sechswöchigen Sprachkurs plus Einführungswoche beim Fenix Language Institute absolviert. Da ich mich schon seit 1994 mit Mexiko beschäftigt hatte und bereits Vorkenntnisse der spanischen Sprache besaß, fühlte ich mich gut auf das Praktikum vorbereitet.
Als ich mich am 13.12.2004 in der Firma vorstellte, wurde mir mitgeteilt, daß der Chef zwei Tage zuvor für vier Wochen in Urlaub gefahren war, ohne genaue Anweisungen zu hinterlassen, in welchem Bereich ich arbeiten sollte. Ich hatte also zunächst kein Projekt und half deshalb den drei festen Mitarbeitern Miguel, Gerardo und Leonardo sowie den beiden mexikanischen Praktikanten Antonio und Paul bei allen anfallenden Arbeiten. Dazu gehörten die Wartung und Reparatur von PCs und Druckern, die Installation und Wartung von Software, Informationssuche im Internet, Kundenbetreuung und administrative Tätigkeiten.
Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und hilfsbereit. Dadurch gelang es mir sehr schnell mich einzuarbeiten. Außerdem hatten meine Kollegen auch viele Fragen zu meiner Person und Deutschland. So hatte ich auch die Gelegenheit, mein Spanisch anzuwenden und weiter zu verbessern. Zum Beispiel lernte ich viele Modismen, die von den Mexikanern gerne verwendet werden. Ohne diese Kenntnisse ist es manchmal schwierig zu verstehen, um was es in einem Gespräch geht.
Mitte Januar kam der Chef aus dem Urlaub zurück und teilte mir mein Projekt zu. Ich sollte zusammen mit Leonardo die Internetseite der Firma erstellen. Dazu wurde ich zunächst beauftragt, die Webseiten aller Konkurrenzfirmen in Cuernavaca nach Informationen zu durchsuchen: Wie stellen sich die Firmen im Netz dar? Welche Dienstleistungen bieten sie an? Welches Produktsortiment haben sie?
Nach Abschluß dieser Recherche entwarf ich ein Konzept für den Webauftritt unserer Firma, das anschließend mit Hilfe von Macromedia Suite (Dreamweaver) umgesetzt werden sollte. Leider verließ mein Kollege Leonardo, der sich mit dieser Software bereits auskannte, zu diesem Zeitpunkt die Firma, so daß ich auf mich allein gestellt war. So mußte ich mich von Grund auf in das Programm einarbeiten, was mir allerdings nicht schwer fiel und den Vorteil hatte, daß ich anschließend sehr gut Bescheid wußte.
Neben meiner Tätigkeit als Webmaster wurde ich auch weiterhin in allen anderen Bereichen der Firma eingesetzt. Dadurch zog sich die Arbeit an der Webseite in die Länge. So half ich weiterhin den Technikern und Praktikanten bei ihrer Arbeit, betreute eigenverantwortlich das Ladengeschäft, wenn kein anderer Mitarbeiter anwesend war, wozu auch Telefondienst gehörte. Dies war recht schwierig für mich, denn ich hatte den Eindruck, am Telefon reden viele Mexikaner schneller, leiser und undeutlicher. Des weiteren wurde ich zu administrativen Tätigkeiten eingeteilt wie Erledigung von Bankgeschäfte, Auslieferung von Bestellungen, Zustellung von Rechnungen, Abholen von Schecks bei Kunden, Erledigung von Vertragsgeschäften bei Telefongesellschaften, Energieversorgern, etc.
Darüber hinaus wurde ich zu verschiedenen Außeneinsätzen mitgenommen. So lernte ich die beiden Zweigstellen der Firma in Jiutepec und Emiliano Zapata kennen. Dabei handelt es sich allerdings um fast reine Internetcafes. Weiterhin war ich bei der Installation eines Netzwerks vor Ort beim Kunden behilflich sowie bei der Auslieferung und Installation mehrerer Rechner und Hardwarekomponenten.
Eine grundsätzliche Auffassung meiner Chefs ist, daß ein Praktikant nicht nur die Firma und die projektbezogene Arbeit kennenlernen sondern darüber hinaus auch viele kulturelle Erfahrungen sammeln sollte. So gehört zu einem meiner interessantesten Erlebnisse die Teilnahme an einem Arbeitsgerichtsprozeß zwischen einer ehemaligen Mitarbeiterin und SI. Dieser lief komplett anders ab, als man das aus deutscher Sicht erwarten würde und ermöglichte mir die Einsicht in einen weiteren Aspekt kultureller Unterschiede zwischen Mexiko und Deutschland.
Diese Unterschiede machen sich auch im täglichen Arbeitsleben bemerkbar. Zwar handelt es sich bei SI um eine Privatfirma, die der Chef so effizient wie möglich zu führen versucht, die Arbeitsauffassung der Mitarbeiter ist allerdings noch sehr "mexikanisch". D.h. es bleibt immer Zeit für einen kleinen Plausch oder Chat im Internet, auch wenn schon der nächste Auftrag wartet. Dies hat den Vorteil, daß die Arbeit sehr entspannt abläuft, wirkt sich allerdings negativ auf die Effektivität aus.
Nachdem ich die erste Version der Webseite fertiggestellt hatte, sollte sie von allen Mitarbeitern durchgesehen werden. Anschließend sollten alle ihre Meinung äußern und Verbesserungsvorschläge machen. Leider machte sich auch hier das mexikanische "Mañana" bemerkbar, denn ich bekam kaum Rückmeldungen, so daß die Seite weitgehend unverändert blieb.
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß ich hier in Mexiko eine unvergessliche Zeit verlebt habe. Zwar mag das fachliche Niveau des Praktikums eher durchschnittlich gewesen sein, dies wurde jedoch durch andere Aspekte meines Aufenthalts mehr als aufgewogen: Ich habe interessante Menschen kennengelernt, meine spanischen Sprachkenntnisse enorm verbessert, Einblick in eine andere Kultur gewonnen und viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ich habe Mexiko als sehr gastfreundliches Land kennengelernt und werde mit großer Wahrscheinlichkeit wieder hierher zurückkehren.
Bericht von J. Heitmann, Zeitraum 21.7.- 12.9.03
Mein Praktikum in Mexiko im Zeitraum vom 21.07.2003 bis zum 12.09.2003 habe ich in der Computerfirma in Cuernavaca absolviert.
Voraus gegangen waren 2 Wochen Spanischkurs im Fenix-Institut. Meine Arbeitskollegen waren sehr freundlich und haben mir so den Einstieg vereinfacht. Ich hatte zwar 3 Jahre Spanisch in Deutschland, habe jedoch gemerkt, dass einiges mehr dazugehört als nur die Grammatik zu können.
So waren meine Arbeitskollegen sehr zuvorkommend, benutzten einfaches Spanisch und gaben mir die Möglichkeit mich mit kleineren Aufgaben schnell zurechtzufinden.
Ein Problem war, dass der Programmierer nicht kommen konnte, um mir das entsprechende Programm zu zeigen und ich somit meine eigentliche Aufgabe, das Weiterbearbeiten der Homepage nicht in Angriff nehmen konnte. Jedoch war ich viel mit dem Chef unterwegs und hatte so die Möglichkeit, viel Spanisch zu sprechen, was über den Praktikumszeitraum mein vorrangiges Ziel wurde. So habe ich ein durchschnittliches Praktikum hinter mir, was mir in Bezug auf die Sprache aber viel gebracht hat!
Eine unvergessliche Zeit ist es jedoch geworden, weil ich Leute getroffen habe, mit denen ich eine Zeit verleben konnte, welche mich sehr glücklich gemacht hat. So brauchte ich nicht viel um ein glückliche Dasein zu führen. Es ist halt eine andere Lebenseinstellung der Mexikaner, welche kombiniert mit einem (größtenteils) schönen Land eine "glücklich-machende-Kombination" ergibt!
Zu erwähnen bleibt, dass fast jeder der einmal in Mexiko war irgendwann dorthin zurückkehrt. Heute weiss ich wieso.
Falls ihr Fragen habt koennt ihr mir gerne schreiben.
Bericht von U. Herold, Zeitraum 1.2. - 31.3.01
Vom 01.02. - 31.03.2001 arbeitete ich in der Computerfirma in Cuernavaca. Dieses Unternehmen ist sowohl in der Hardware- als auch in der Softwarebrache tätig. Die 10 Angestellten, die dort tätig sind, verteilen sich auf 3 Filialen innerhalb Cuernavacas. Neben dem Verkauf von Hardwarekomponenten, Reparaturservice, werden auch Softwarelösungen angeboten, sowie Domainservice, Web Design, Web Hosting, Serverhoming und andere Internetdienstleistungen.
Unter anderem beschäftigt sich das Unternehmen mit dem Turismus im Staat Morelos. Nach gründlicher Recherche werden die Seiten über besondere Sehenswürdigkeiten, Traditionen, Gastronomie, Kultur, Sport, Unterhaltung, besondere Ereignisse und Festivitäten erstellt. Dabei handelt es sich um ein sehr langwieriges Projekt, da das Unternehmen hierfür keinerlei finanzielle Mittel erhält.
Wie man sich vorstellen kann, gab es in einem solchen Unternehmen einiges zu tun. Während den ersten 2 Wochen meines Praktikums war ich in der Zentrale im Zentrum tätig. Meine Aufgabe war es, einen englischen Bericht über die Pyramiden Xochicalcos ins Spanische zu übersetzen.
Danach erhielt ich ein eigenes Projekt. Ich war für die Recherche und für die Erstellung der Seiten über den Karneval in Tepoztlán verantwortlich. Informationen über die Traditionen, die Bedeutung der Kostüme und der Tänze, sowie über den ganzen Ablauf, erhielt ich auch zahlreichen Büchern, aber auch durch Gespräche mit der dort ansässigen Bevölkerung. Darüber hinaus, hatten wir ein Gespräch mit dem Presidente Municipal, Lázaro Rodriguez, der sich begeistert über das Projekt äußerte und uns noch einige Informationen zur Verfügung stellte. Kurze Zeit später hatten wir einen Termin beim Toursimusbeauftragen von Tepoztlán der das Projekt nochmals überprüfte. Natürlich hatten wir auch selbst die Gelegenheit am Karneval teilzunehmen.
Anschließend war ich im Hauptgeschäft in Chapultepec tätig. Dort übersetzte ich sämtliche spanische Seiten ins deutsche und ins englische.
In meinem Praktikum habe ich sehr viel über die mexikanische Mentalität gelernt, auch wenn es zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig war, sich in einer anderen Arbeitswelt zurechtzufinden. Mexico ist ein sehr gastfreundliches und faszinierendes Land, ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrung machen konnte und dadurch meine Sprachkenntnisse und Computerkenntnisse (Flash, Dreamweaver, Fireworks etc.) verbessern und viele interessante Menschen kennenlernen konnte.
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