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Praktikumsberichte Naturschutzreservat
Praktikumsbericht von Claudia R., 17.11.03 - 20.02.04
Das Biosphärenreservat Sierra de Huautla liegt im Süden des Bundesstaates Morelos und ist 59 031 ha groß. Im Reservat liegen etwa 30 ländliche Gemeinden. Das Ökosystem ist Selva Baja Caducifolia, was einen sehr artenreichen, niedrigen, laubwerfenden Wald meint. Die Bäume verlieren in der Trockenzeit (November - Mai) ihre Blätter, um die Verluste an Wasser möglichst gering zu halten. Dieses Reservat wird vom "Zentrum für Umwelterziehung und Erforschung der Sierra de Huautla" in Cuernavaca betreut, welches 1993 gegründet wurde und mit der Universität von Morelos (UAEM) zusammenarbeitet. Im Zentrum gibt es vier verschiedene Abteilungen und für die Zeit meines Praktikums war ich der Abteilung "Umwelterziehung" zugeordnet. Hier arbeiten insgesamt 6 Angestellte aus unterschiedlichen Bereichen, z.B. Biologie, Anthropologie, Psychologie, Landschaftspflege. Die Mitarbeiter dieser Abteilung haben das Ziel, Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen den Naturschutz näherzubringen. Dies erreichen sie zum Beispiel dadurch, daß sie ökotouristische Wochenenden in "El Limon", einer etwa 180 Einwohner großen Gemeinde im Reservat, durchführen. Hier gibt es auch eine Station des Zentrums, die aus einer Küche, Schlafraum mit Bad und einem Vortragsraum besteht. Die Besuchergruppen, die verschiedene Altersstufen haben und in der Regel aus bis zu dreißig Personen bestehen, zelten auf dem, der Station angegliederten, Platz. Das Programm eines ökotouristischen Wochenendes beinhaltet z.B. einen Vortrag zur Einführung; einen Rundgang durchs Gelände, wo die verschiedenen Pflanzen, ihr Nutzen und ihre Legenden vorgestellt werden; und die Vorstellung von lebenden Tieren, wie z.B. Schlangen, mit dem Ziel, den Teilnehmern die Angst vor diesen zu nehmen. Bei der Durchführung dieser ökotouristischen Veranstaltungen spielt auch die Einbeziehung der Gemeinde eine große Rolle. So sorgen einige Bewohner von "El Limon" beispielsweise für das Essen oder sprechen mit den Besuchern über ihre Aktivitäten oder Lebenssituation. Dadurch haben sie zum einen eine zusätzliche Einnahmequelle und zum anderen wird ihre Akzeptanz den Besuchern gegenüber erhöht.
Eine andere Aktion der Abteilung für Umwelterziehung ist z.B. die Durchführung von Umwelterziehungsprogrammen in Schulen. Sie gehen mehrmals im Jahr für jeweils eine Woche zu verschiedenen Schulen in Cuernavaca. Auf diese langfristige Weise wollen sie feststellen, ob sie im Umweltbewußtsein der Schüler eine Veränderung erreichen
können.
Während meiner Praktikumszeit hatte ich zweimal die Möglichkeit, an der Organisation und Durchführung von ökotouristischen Veranstaltungen im Reservat teilzunehmen. Einmal mit einer Gruppe von Architekturstudenten, die an einem Projekt, was die Dorfbewohner und ihre baulichen Anlagen betraf, gearbeitet haben. Das zweite Mal waren wir mit einer Gruppe von vier Studenten und ihrem Professor aus dem Bereich Biologie aus den USA. Dies war ein fünftägiges "Landpraktikum", während dem die Studenten die Pflanzen- und Tierwelt des Ökosystems "Selva Baja Caducifolia" kennenlernen konnten. Bei beiden dieser Veranstaltungen konnte ich viel lernen, sowohl über die Pflanzen- und Tierwelt des Ökosystems, als auch über das Leben und die Landwirtschaft der Menschen, die dort leben.
Ich hatte auch die Gelegenheit, eine Woche lang mit in eine Schule zu gehen und kennenzulernen, wie Umwelterziehung aussehen kann. Das Programm sah so aus, daß jeden Tag, von Montag bis Donnerstag, mit einer anderen Klasse ein Einführungsvortrag, Ökospiele und kreatives Basteln und Schreiben zum Thema Umwelt stattfand. Die Klassen bestanden meist aus knapp vierzig Schülern von etwa fünfzehn Jahren. Am Freitag fand ein Wettbewerb zwischen den einzelnen Klassen statt, in dem sie große Wandplakate zum Thema Umweltschutz erstellten. Diese wurden bewertet und die beste Klasse gewann einen Tag im Reservat. Ich fand gut und auch überraschend, daß die Schüler mit solch großer Motivation bei der Sache waren.
Im Zentrum habe ich viel Zeit damit verbracht, Bücher zum Thema "nachhaltige Landwirtschaft" oder den Management-Plan des Reservats zu lesen, da es meine Aufgabe war, einen Bericht darüber zu schreiben, wie man die Landwirtschaft im Reservat umweltfreundlicher gestalten könnte. Dadurch konnte ich nicht nur einiges über die Landwirtschaft dort lernen, sondern insbesondere auch meine Spanischkenntnisse verbessern.
Manchmal hatte ich auch die Aufgabe, Texte zum Thema Umweltschutz von Spanisch auf Englisch zu übersetzen.
Das Arbeitsklima in meiner Abteilung war immer sehr angenehm und locker. Manchmal war die mexikanische Arbeitsweise auch gewöhnungsbedürftig, da sie sich in einigen Dingen doch von der deutschen unterscheidet. So wird z.B. mehr miteinander geredet, oder es ist notwendig, häufiger nachzufragen, um eine gewünschte Information zu bekommen. Meine Arbeitskollegen waren immer sehr hilfsbereit und haben immer versucht, mir alle Fragen zu beantworten.
Ich denke, daß die Arbeit des Zentrums sehr wichtig ist und viel zum Schutz von Mexikos Umwelt beiträgt. Gerade die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erscheint mir wichtig, da sich in ihrem Umweltbewußtsein einiges bewirken läßt, wenn man ihnen das Thema auf interessante Art und Weise näherbringt, so wie es die Mitarbeiter des Zentrums tun.
Alles in allem kann ich sagen, daß ich während der Zeit in Mexiko viel gelernt habe, insbesondere auch in sprachlicher und kultureller Hinsicht. Mein Aufenthalt in Mexiko hat mir sehr gut gefallen und mich um viele Erfahrungen reicher gemacht.
Bericht von Martin H., Zeitraum: 16.8.99 - 8.10.99:
"Im Zeitraum vom 16.08.1999 bis zum 8.10.1999 konnte ich ein Praktikum beim Centro * in Cuernavaca, Mexiko absolvieren.
C* gehört der Universidad Autónoma del Estado de Morelos (
UAEM) an und betreibt sowohl sozial- als auch naturwissenschaftliche Forschung im Schutzgebiet Sierra de Huautla (Reserva de la Biosfera) im Süden des Staates Morelos. Das Ziel von C* ist es dort, in Einklang mit der ansässigen Bevölkerung die landschaftliche und biologische Vielfalt zu erhalten. Das Gebiet erstreckt sich über 59.310,65 Hektar und wird wesentlich durch zwei Vegetationseinheiten charakterisiert: selva baja caducifolia (niedriger laubwerfender Trockenwald) und in höheren Lagen bosque de encino-pino (Eichen-Kiefern-Wald). Das Hauptaugenmerk der Forschungen von C* gilt der anhaltenden Entwaldung des Gebietes. Die extreme Armut und fehlende Beschäftigungsmöglichkeiten der Bevölkerung gelten als wesentliche Ursache für die laufende Ausdehnung von Acker- und Weideflächen zuungunsten der natürlichen Vegetation.
Während meines Praktikums konnte ich an einem Projekt mitarbeiten, in dessen Rahmen versucht wurde die Ursachen für die Entwaldung genauer zu spezifizieren. Mit Hilfe eines Geographischen Informationssystems sollte eine Risikokarte erstellt werden um besonders sensible Bereiche des Raumes abzugrenzen, in denen sich die Zerstörung der natürlichen Vegetation wiederholen könnte. Anhand einer solchen Karte könnten künftige Schutzmaßnahmen wesentlich gezielter und effizienter durchgeführt werden.
Meine Arbeit im Rahmen des achtwöchigen Praktikums bestand u.a. in der Interpretation und dem Digitalisieren von Luftbildern. C* verfügt über 77 Orthofotos aus dem Jahr 1993 (Maßstab 1:5000), die das Schutzgebiet weitgehend abdecken. Folgende Landnutzungseinheiten wurden im Rahmen der Interpretation abgegrenzt und später digitalisiert:
- Eichen-Kiefern-Wald / Sekundärvegetation
- Eichen-Kiefern-Wald / Sekundärvegetation / vegetationslose Flächen
- laubwerfender Trockenwald / Landwirtschaftsflächen
- laubwerfender Trockenwald (gestört) / Industrieflächen (Bergbau)
- Weideflächen / Siedlungsflächen
Die Landnutzungseinheiten wurden zunächst mit Hilfe des GIS-Programms ILWIS 2.2 als Segmentkarte digitalisiert, welche zur Etikettierung und weiteren Verarbeitung in ArcView 3.1 importiert wurde.
Auf diese Weise wurden Layer für die Landnutzungseinheiten und weitere Themen wie Gewässer und Verkehrsnetz erstellt.
Neben den Luftbildern wurden Vegetationskarten des Gebiets aus dem Jahr 1970 digitalisiert um im Vergleich mit den Daten von 1993 den Grad und die räumlichen Schwerpunkte der Entwaldung bewerten zu können.
Weitere Daten, die für die Auswertung Verwendung finden sollten, lagen C* bereits in digitaler Form vor. Dazu gehörten v.a. die Bevölkerungsverteilung, sowie ein Höhenmodell.
Im Rahmen des Projektes war ich vornehmlich mit der Beschaffung, Bewertung und Eingabe der Grundlagendaten für das GIS beschäftigt. Aufgrund der beschränkten Praktikumdauer und der Komplexität des Themas hatte ich leider nicht die Möglichkeit der abschließenden Bewertung und Vorstellung der Ergebnisse des Projekts beizuwohnen.
Trotzdem konnte ich einen sehr guten Überblick über die Vorgehensweise bei der Erstellung eines GIS bekommen und mein Wissen über die beschriebenen Arbeitschritte vertiefen.
In diesem Zusammenhang möchte ich mich herzlich bei meinen Betreuern Biol. María Luisa A. und Biol. Rolando R. bedanken, die mir ein weitgehend selbständiges Arbeiten ermöglichten, aber trotzdem jederzeit bereit waren mir mit fachkundigem Rat zur Seite zu stehen.
Abschließend möchte ich noch erwähnen, daß mir neben der Arbeit an Schreibtisch und Computer auch die Möglichkeit gegeben wurde die Sierra de Huautla und die dort von C* betriebene Biologenstation zu besuchen. U.a. konnte ich zusätzlich zu meiner Projektarbeit einen Einblick in das Konzept des Ökotourismus gewinnen, der von C* angeboten wird um v.a. Schüler- und Studentengruppen, aber auch sonstigen Interessierten den Naturschutzgedanken näher zu bringen.
Im Rahmen der Datenbeschaffung für das Projekt lernte ich auch das Geographische Institut, insbesondere die GIS-Abteilung, der Universidad Autónoma de México (UNAM) in Mexiko-Stadt kennen.
Persönliche Anmerkungen
Die Arbeit bei C* war wissenschaftlich gesehen sicherlich keine Erleuchtung für mich, aber die eine oder andere Kleinigkeit habe ich schon mitgenommen und es hat viel Spaß gemacht. Das lag zum einen an dem wirklich interessanten Projekt, zum anderen an dem angenehm lockeren Arbeitsklima.
Auch wenn ich viel Zeit damit zugebracht habe Luftbilder zu digitalisieren, wurde ich von Mara, der GIS-Beauftragten, immer in den Gesamtzusammenhang des Projekts einbezogen. Natürlich gab es auch einige Durststrecken, wenn irgendwelche Daten (z.B. Karten) nicht verfügbar waren (so etwas zu beschaffen dauert in Mexiko einfach etwas länger) oder die Computer mal wieder gestreikt haben.
Die technische Ausrüstung der GIS-Abteilung ist ganz OK. Es gibt zwei mittelprächtige Windows-Rechner. Einer mit ILWIS (relativ einfaches GIS-Programm aus den Niederlanden), der zweite mit ArcView. Für 2000 plant C* die Anschaffung von Arc/Info.
Aufgrund meiner Tätigkeit war während des Praktikums María Luisa A. (Mara) meine Hauptansprechpartnerin. Sie war immer gesprächs- und hilfsbereit und durchaus besorgt darum mein Praktikum interessant zu gestalten.
Mit Rolando R. (dem Betreuer der deutschen Praktikanten) hatte ich relativ wenig zu tun. Als sehr gut empfand ich seine Idee eine wöchentliche Lagebesprechung mit allen Praktikanten abzuhalten (auch wenn es nicht immer geklappt hat).
Insgesamt gesehen, war ich mit meinem Praktikum bei C* zufrieden. Wichtig für zukünftige Praktikanten erscheint mir, bereits vor Antritt des Praktikums möglichst genau abzuklären welche Arbeitsbereiche oder Projekte in Frage kommen und ob sie mit den vorhandenen Mitteln und in dem gegebenen Zeitrahmen durchführbar sind. Ansonsten läuft man Gefahr sich ziemlich zu langweilen."
Bericht von Alexander G., der vom 23.08. bis 22.10.1999 im Reservat mitgearbeitet hat:
"Während meines Aufenthalts in Cuernavaca leistete ich meine Praktikum bei C*. Bei C* handelt es sich um eine eigenständige Organisation, die in Kooperation mit der UAEM (Universität von Morelos) in den Bereichen des Ökotourismus und der Umwelterziehung Vorort, sowie der (Er-)Forschung der Flora und Fauna der Sierra de Huautla arbeiten. C* besitzt neben Labors, Herbarium, etc. an der UAEM eine "Forschungsstation" in der Sierra, wo u.a. Wochenendseminare stattfinden, sowie diverse Projekte in Zusammenarbeit mit den Sierra-Bewohnern.
Mein Arbeitsgebiet während des Praktikums bestand zum einen aus Suchen und Sammeln von Heilpflanzen (gegen Magen-Darmerkrankungen) in der Sierra de Huautla sowie deren botanische Bestimmung und Trocknung (Herbarium), zum anderen aus labortechnischen Analysen von Inhaltsstoffen einer Heil-Pflanze (Chochlospermum vitifolia).
Zur Beschaffung der Heilpflanzen aus der Sierra weilte ich mehrere Male in Limón (Dorf in der Sierra) und der Forschungsstation. Auf diesen Exkursionen begleitete mich ein C*-Mitarbeiter (Biologe Adrian S.) sowie die Einwohner des Dorfes Limón, die mir auch jede Menge an Information zu den Pflanzen (Nutzung, Wirkung, Herstellung von Präparaten, Infusionen, Tees) gaben. Da ich meist 2-3 Tage in der Sierra zubrachte, blieb mir viel Zeit mit den Dorfbewohnern in Kontakt zu kommen, ihre Lebensweise näher kennenzulernen und natürlich vieles zur Verwendung von Heilpflanzen in Erfahrung zu bringen. Letztendlich habe ich zusammen mit Adrian mehr als 30 verschiedene Heilpflanzen (gegen Magen-Darmerkrankungen) gesammelt und bestimmt. In einem Katalog habe ich dann diese Pflanzen (und einige mehr) mit ihren Inhaltsstoffen (soweit bekannt), Wirkungen, Verwendungen zusammengestellt, wobei ich mich größtenteils auf die Erkenntnisse der Sierra-Bevölkerung berufen habe und teilweise auch noch diverse mexikanische Fachliteratur miteinbezogen. Insbesondere dank der großen Hilfsbereitschaft und Offenheit der Bewohner von Limón (man hat mich sehr herzlich dort aufgenommen) habe ich meine Recherchen Vorort gut und intensiv durchführen können. In der Zeit außerhalb der Sierra-Besuche verbrachte ich die Zeit an der Universität bzw. bei C*, wo ich einerseits meine Informationen aus der Sierra zu Papier brachte, Literaturrecherche betrieb und das Pflanzenmaterial präparierte (trocknen), andererseits im chemischen Institut der Uni mit weiteren C*-Mitarbeitern (Chemikern, Pharmazeuten) an der Analyse von Chochlospermum vitifolia beschäftigt war. Dort führte ich Pflanzenextraktionen und Chromatographien mit dieser Pflanze durch, wobei es um die Charakterisierung von Inhaltsstoffen ging, insbesondere im Hinblick auf zytotoxische (antitumorale) Wirkstoffe.
Durch das Zusammenarbeiten mit Mexikanern bei C* und die Integration in eine mexikanische Familie wurde mir mehr als einmal deutlich, dass sich sowohl die Arbeitsweise als auch die Lebensauffassung der Mexikaner von unserer europäischen Art und Weise recht stark unterscheidet. Die gelassenere, um nicht zu sagen langsamere Arbeitsweise und die oft gehörten Worte wie "ahorita" oder "mañana" sowie die teilweise recht einfache Ausstattung an Gerätschaften / Arbeitsutensilien bedürfen dann schon einer anfänglichen Gewöhnungsphase. Weiterhin auffällig ist die "lebe-in-den-Tag-hinein"- und "geniesse den Tag als wäre es dein letzter"- Mentalität, die ja doch recht diametral unserer zukunftsorientierten Lebensweise gegenüber steht. Diese Einstellung scheint mir jedoch auch zum Teil sehr positiv, da das Hier und Jetzt ja eigentlich wichtiger ist als sein Leben nur nach der Zukunft auszurichten (ab und zu täte ein bisschen mexikanische Denkweise ganz gut). Die Allgegenwart und der große Einfluss der Kirche wird einem ständig gewahr und vieles erscheint einem in diesem Bezug als scheinheilig, da die Mexikaner als "gute orthodoxe Christen natürlich das Elternhaus erst mit der Heirat der/des Geliebten verlassen (Sex vor der Ehe Tabu----jede Menge Stundenhotels in der Stadt!), sich an jedem Marienbild (gibt es Massenweise in Strassen, Häusern, Taxis...) bekreuzigen und sogar Verhütung beim Geschlechtsverkehr einzig und allein aus dem Aufpassen des Mannes besteht, da Pille und Kondom ja verpönt sind!" Glücklicherweise gibt es bei so viel Religiosität auch Andersdenkende. An dieser Stelle gäbe es sicherlich noch jede Menge weitere Unterschiede in Kultur und Gesellschaft in bezug auf die Eigene aufzuführen, wobei ich denke, dass sich jeder Tag für mich dort gelohnt hat, Einblicke in die mexikanische Kultur zu bekommen und neue Perspektiven unserer Kultur zu erlangen! Alles in allem ein gelungener Aufenthalt in einer besonders herzlichen und aufgeschlossenen Familie mit nachhaltiger Wirkung---Gracias a mi familia mexicana y hasta la proxima vez!"
Bericht von Rafael B. und Annette H. über ihr Praktikum im September und Oktober 1999:
"Wir sind zwei Studenten der Biotechnologie mit Vordiplom. (...)
Unser Projekt bestand darin, die Kontamination des Biosphärenreservats Sierra de Huautla und des darin gelegenen Dorfes Huautla mit Schwermetallen und Bakterien zu untersuchen und Lösungsvorschläge für diese Problematik vorzuschlagen. Unser Wissen beschränkte sich darauf, daß sich in dem Gebiet eine oder mehrere ehemalige Mienen befinden, deren Abraumhalden ungesichert in der Landschaft liegen und noch große Mengen an Silber enthalten. (...)
Am Donnerstag und Freitag haben wir mit Unterstützung der Mitarbeiter von C* einen Plan für den weiteren Verlauf des Praktikums aufgestellt. D.h. Was wollen wir machen, was ist möglich, welche Anregungen können uns die in den verschiedenen Bereichen von C* tätigen Mitarbeiter geben. Uns wurde völlige Freiheit in der Ausführung unserer Vorhaben und außerdem die größtmögliche Unterstützung zugesichert. In den zwei Tagen entstand folgender grober Plan für das Praktikum:
- Untersuchung der Halden der Mienen in der Sierra de Huautla auf Schwermetalle
- Untersuchung des Trinkwassers des Dorfes Huautla auf Schwermetalle, Bakterien und die Ursachen dieser Verschmutzungen
- Untersuchung der Pflanzen auf und nahe der Halden auf Schwermetallgehalt und etwaige Fähigkeit zur Hyperaccumulation
- Untersuchung der in den Halden brütenden Vögel auf Schwermetalle und etwaige Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit dieser Tiere (dies in Zusammenarbeit mit Marcella O., die diese Untersuchungen im Rahmen ihrer Doktorarbeit vornimmt)
- Untersuchungen der landwirtschaftlich genutzten Fläche auf den Grad der Mineralisation in Zusammenhang mit der Dauer der landwirtschaftlichen Nutzung
- Untersuchungen der nicht landwirtschaftlich genutzten Fläche auf den Grad der Mineralisation in Zusammenhang mit der Lage dieser Flächen (Berg oder Tal)
- Zusammenfassung der Problematik der jetzigen Situation und Vorschläge zur Lösung
Am Wochenende erhielten wir die Möglichkeit, mit Rolando R. in die Sierra de Huautla zu fahren. Dort konnten wir zum Teil am Programm des Ökotourismus, welches dort angeboten wird, teilnehmen. Außerdem wurden uns die Halden gezeigt und wir wurden wichtigen Ansprechspartnern im Dorf (ehemalige Mienenarbeiter, Helfer von C*) vorgestellt.
Die erste Woche
Die erste Woche des Praktikums nutzten wir, um einen Probennahmeplan aufzustellen und unsere Vorhaben zu konkretisieren. Dazu war es notwendig, alle benötigten Dinge aufzulisten und zu besorgen. Die Ausrüstung in C* ist keineswegs ausreichend, um biotechnologische Untersuchungen durchzuführen und neu angeschafft wird wegen Mangels an Mitteln normalerweise nichts. Die Bücherei des Instituts und auch die Bücherei der Universität genügen keinesfalls den Ansprüchen, die man in Deutschland an eine Universitätsbibliothek stellen darf. Andererseits waren uns alle Mitarbeiter des Instituts und der Universität allgemein sehr behilflich in der Suche nach Lösungen auftretender Probleme.
In Laura O. vom Institut für Biotechnologie hatten wir eine Ansprechpartnerin, die uns sowohl fachlich als auch mit dem nötigen Gerät und den nötigen Chemikalien für Messungen als auch mit Literatur zu unseren Vorhaben sehr gut unterstützte.
Da Marcella O. erst ab der 5. Woche unseres Praktikums an ihrem Projekt weiter arbeiten sollte, verschoben wir diesen Part auf später.
Aufgrund der gegebenen Möglichkeiten und der wahrscheinlichen Vorkommen von Schwermetallen im Gebiet der Abraumhalden entschlossen wir uns, Zink, Kupfer und Blei zu messen. Vorkommen anderer Schwermetalle halten wir nach Sichtung der Literatur das Gebiet betreffend für unwahrscheinlich. Die Möglichkeit, Silber als Schwermetall zu messen, war nicht gegeben.
In der ersten Woche unseres Praktikums stellen wir einen Plan der zu machenden Messungen auf, sowie eine Liste mit sonstigen Vorhaben, die wir in den ersten Wochen des Praktikums erledigen wollten. Darüber hinaus erstellten wir Listen mit den benötigten Geräten und Chemikalien für die Probennahmen sowie für die ersten Messungen nach den Probennahmen und stellten sicher, daß diese Dinge auch zur Verfügung standen. Weiterhin sichteten wir die vorhandene Literatur unsere Problematik betreffend. Mit Rolando R. machten wir aus, am darauffolgenden Montag in die Sierra de Huautla zu fahren, um die Proben zu nehmen.
Die zweite Woche
(...) Unsere Absicht war es 10 Tage in der Sierra zu bleiben um die nötigen Proben aus den Halden und die Wasser Proben nehmen zu können. Nachdem wir den ganzen Tag gewartet hatten, kam Rolando um 5 Uhr nachmittags um uns unsere sofortige Abreise mitzuteilen. Auf dem Weg mussten noch einige Kleinigkeiten erledigt werden, wir kauften in Cuernavaca noch eine Waage, und in Jojutla wurden wir noch stolze Besitzer eines Eimers, welcher uns noch von großem Nutzen sein sollte. (...) Angekommen im Dorf wurden wir von einem weiteren Mitarbeiter von C* namens Rodrigo unserer Gasfammilie vorgestellt, Doña Chavez und Don Isidro.
Doña Chavez zeigte uns unsere jeweiligen Schlafgelegenheiten und machte uns unser Abendessen. Rafael wurde in dem kleinen Zimmer einquartiert, im welchen bereits Gabi eine weitere Deutsche Praktikantin ein Jahr gewohnt hatte und Annette bewohnte das Schlafzimmer des Ehepaares. Diese sind in die Küche umgezogen, in der sie auf einer Matte aus Kokospalmen ihr Nachtlager ausgeschlagen hatten. Diese Tatsache war Annette recht unangenehm. Die Lebensumstände waren sehr einfach. Es gab keine Dusche und auch keine Toilette mit Spülung. Um uns zu duschen, wurde mit einer kleinen Schüssel das Wasser aus einen Wassertank herausgeschöpft. Das Wasser war dementsprechend so warm, wie das Wasser von der Sonne aufgeheizt worden war. War das Wasser zu kalt wurde ein Zinkeimer mit Wasser auf dem Herd erhitzt und mit kaltem Wasser vermischt. Trotzt dieser Umstände war es sehr angenehm mit der Gastfamilie in Huautla zu leben.
Leider erkrankte Rafael bereits am ersten Tag, eine Darminfektion brachte ihn zum Erliegen. Die erste Nacht verbrachte er hauptsächlich auf der Toilette anstatt in seinem Bett. Da es ihn sehr schlecht ging, begleitete Annette Rafael zum Dorfarzt, der erst an diesem Tag aus dem Urlaub wieder nach Huautla zurück gekommen war. Dieser verschrieb Rafael einige Medikamente, die sich in Nachhinein als schwere Geschütze erweisen sollten. Für die Behandlung und die Medikamente mussten wir jedoch nichts bezahlen, da auf Grund der gegenseitigen Hilfe der Universität mit der Krankenstation der Arzt es als Hilfsakt abgebucht hatte.
Vielen Dank den Doktoren aus der Krankenstation.
Dennoch war Rafael noch sehr geschwächt am nächsten Tag, wodurch Annette nichts anderes übrig blieb als alleine die ersten Proben zu sammeln. Zuerst ist sie zur Mine von Santiago gelaufen. Diese liegt in der Schlucht die nach Pajaro verde führt., eine weitere Mine in der Gegend von Huautla. Santiago liegt sehr nahe eines Ortes den die Dorfbewohner den Club nennen, die alte Aufarbeitungsanlage für das Mineral. In der Nähe dieser Aufarbeitungsanlage liegt eine Halde, die wir im weiteren Verlauf die Halde von Santiago nennen werden. Am nächsten Tag ging Annette erneut alleine los, diesmal zu einer Halde namens San Francisco. Diese liegt auch sehr nah gelegen zum Dorf Huautla. Auf dem Weg zu dieser liegt eine der unendlichen Müllhalden, besser gesagt Orte, wo die Dorfbewohner ihren Müll abladen, es fanden sich unter diesem auch Knochen von Schweinen, Kühen und anderen verreckten Tieren. Aus der Halde von Santiago wurden auch Proben genommen. Diese beginnt auf der anderen Seite eines Baches.
Freitag wurde ein erneuter Besuch zur der Halde von Santiago unternommen. Rafael ging es bereits besser , was ihn befähigte, einige Insekten mit einem Netz auf der Halde von Santiago einzufangen. Annette nahm die weiteren Proben für die Untersuchungen.
Am Samstag war geplant, eine Besuch der Halde und der Mine von Pajaro verde abzuhalten, da es jedoch die Tage vorher zu sehr geregnet hatte, war der Weg fast unpassierbar, da man im weiteren Verlauf auch noch zwei Flüsse hätte überqueren müssen. Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem wir mit einem Mann, dem wir auf dem Weg begegnet waren, gesprochen hatten. Am gleichen Tag versuchten wir den Weg zur biologischen Station nach Cruz Pintada zu laufen, da wir aber dem gleichen Problem wie schon am Morgen unterlegen waren, kehrten wir auch hier etwa auf dem halben Weg um. Da es jedoch Rafael am Abend wieder schlechter ging, ließen wir über einen Jungen Rodrigo benachrichtigen, er sollte doch Bitte vorbeikommen. Da dieser jedoch die Nachricht, erst am anderen Morgen, durch seine Frau erhielt, und er glaubte, es handelte sich um die Wäsche die er bei der Señora Chavez bestellt hatte, kam erst am Samstag, an dem es Rafael bereits besser ging und keine Notwendigkeit mehr bestand, dass er nach Cuernavaca zurückkehren sollte.
Sonntag verbrachten wir damit, die Wasserproben , die wir auf Schwermetalle hin untersuchen wollten, zu nehmen. Wir entnahmen die letzten Erdproben und zogen die Wasserproben in der Halde von San Francisco.
Die dritte Woche
Montag hatten wir uns verabredet, mit Rodrigo zur biologischen Station nach Cruz Pintada zu fahren, um dort im Stausee eine Wasserprobe zu nehmen. Auf dem Weg fuhren wir noch in ein weiteres Dorf in welchen seine Frau in der Krankenstation arbeitet. Dieses heißt Juchitlan.
Am Dienstag war angesagt die weiteren Wasserproben aus den Flüssen im Dorf und den Halden zu nehmen , um davon ausgehen zu können, das wenige Mikroorganismen wachsen würden welches sich als Irrtum erweisen und uns ein weiteres mal in die Sierra de Huautla führen sollte.
Am Mittwoch und am Donnerstag Vormittag warteten wir auf Rolando, der uns wieder nach Cuernavaca zurückbringen sollte. Am Freitag wurden die Proben geordnet, neu beschriftet und ein Plan für die Arbeit mit den Proben aufgestellt.
Die vierte Woche
Am Montag wurden die Proben zum Trocknen ausgelegt. In einer Besprechung mit den Leitern der mikrobiologischen Abteilung des Instituts für Biotechnologie wurde klar, daß eine Messung der MPN nicht mehr möglich sein würde, da die Proben dafür schon zu lange unter nicht natürlichen Bedingungen aufbewahrt wurden. Die Messungen der MPN wurden daher auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, an dem wieder frische Proben zur Verfügung stehen würden. Weiterhin beschäftigten wir uns mit den theoretischen Grundlagen der Flammen-Atom-Absorptions-Spektroskopie.
Am Dienstag arbeiteten wir nicht in der Universität. Auf dem Gelände des Instituto Tecnologico de Montrey in Cuernavaca fand eine Werbe-Vorstellung der Arbeit des Instituto Fènix auf dem Gebiet der unbezahlten Praktika statt. Dazu redeten Repräsentanten des Instituto Fènix, des mexikanischen Arbeitsamtes, der Landesregierung und eine von uns (Annette H.) vor potentiellen Arbeitgebern und Interessierten.
Der Rest der Woche war frei wegen der Nationalfeiertage und der sogenannten Puente (freier Tag zwischen Feiertagen und Wochenende).
Die fünfte Woche
Am Montag wurden die ersten Proben (Wasserproben) gemessen.
Am Dienstag wurden die Messungen des Vortages ausgewertet, außerdem die zum trocknen ausgelegten Erdproben verpackt und die weitere Vorgehensweise bei der Behandlung der Erdproben festgelegt.
Am Mittwoch wurden die Halden- und Bodenproben vorbereitet.
Am Donnerstag wurde mit den Messungen und Aufbereitungen fortgefahren.
Um 12:00 Uhr dieses Tages sollte eine Besprechung mit den Volontären, Rolando und einer Person von außerhalb stattfinden. Da um 12 Uhr diese Person noch nicht eingetroffen war, wurde die Besprechung auf 13:00 Uhr verschoben. Zu dieser Zeit war Rolando nicht mehr anzutreffen, also wurde die Besprechung auf Montag, 10:00 Uhr verschoben.
Am Freitag wurde mit den Messungen und Aufbereitungen fortgefahren.
Die sechste Woche
In der sechsten Woche wurden von Montag bis Mittwoch die Extraktionen des Bodens vermessen.
Donnerstag und Freitag konnten wir an einem Symposium: Toxische Substanzen in der Umwelt, Fortschritte und Perspektiven teilnehmen.
Die siebte Woche
In der siebten Woche wurden die restlichen Extraktionen des Bodens vermessen und die Bestimmung der Bakterien in den Proben vorbereitet.
Am Montag wurden noch die Extraktionen weitervermessen. Am Dienstag wurden weitere Extraktionen vermessen und außerdem die fraktionierte Lösung der Schwermetalle betrieben.
Am Dienstag und Mittwoch wurde die Bestimmung der MPN in Wasser- und Bodenproben vorbereitet.
Am Donnerstag sollten die Proben für die Bakterienbestimmung in der Sierra de Huautla genommen werden. Leider war kurzfristig nicht mehr die Möglichkeit gegeben, in die Sierra zu fahren. Die Probennahme wurde auf den folgenden Dienstag verschoben. Der Donnerstag wurde zur Auswertung der gewonnenen Daten genutzt.
Am Freitag wurden die Messungen mit dem Flammen-Atom-Absorptions-Spektrometer abgeschlossen und die Geräte gereinigt. Mit der abschließenden Auswertung der Schwermetallbelastung wurde begonnen.
Die achte Woche
In der achten Woche wurden die MPN-Bestimmungen durchgeführt.
Am Montag wurden die mit dem Flammen-Atom-Absorptions-Spektrometer gewonnenen Daten weiter ausgewertet.
Am Dienstag konnten wir noch einmal in die Sierra de Huautla fahren, um die Proben zur Bestimmung der Wahrscheinlichen Zahl der Coliformen Bakterien zu nehmen.
Wir wurden von Rolando R. gefahren. Mit uns kamen noch ein Mitarbeiter von C*, der in dem Dorf Huautla lebt, ein weiterer Volunär (Heiko), der eine Bestandsaufnahme der elektrischen Geräte in der Station machte, außerdem zwei Biologen vom Institut für Stickstofffixierung. Die Fahrt dauerte mehr als 4 Stunden, da die Biologen des öfteren am Straßenrand Leguminosen sammelten.
Auch die Rückfahrt dauerte wegen allgemeiner Leguminosenfaszination etwas länger, als geplant, so daß wir erst gegen 21 Uhr abends Zuhause ankamen.
Am Mittwoch wurden die vorbereiteten Reagenzgläser angeimpft.
Am Donnerstag und Freitag wurden die Schwermetallmessungen weiter ausgewertet und es wurde mit den abschließenden Berichten für das Institut C* und für das Instituto Fénix begonnen. Am Donnerstag wurden auch letzte Formalitäten mit der Einwanderungsbehörde geregelt.
Am Freitag wurden die Messungen weiter ausgewertet.
Die neunte Woche
In der neunten Woche wurden die restlichen Daten ausgewertet und das Praktikumsprotokoll sowie die abschließenden Berichte wurden angefertigt und ausgedruckt. Alle Spuren unserer Tätigkeit als Voluntäre wurden beseitigt und das Praktikum damit beendet."
Bericht von Nicole F., die vom Dezember 1998 bis April 1999 im Forschungszentrum ein Praktikum im Molekularlabor machte:
"Aufgrund der Tatsache, daß innerhalb meines Studiums der "Ernährungs- und Haushaltswissenschaften" die Möglichkeiten der praxisbezogenen Arbeiten an der Universität äußerst begrenzt sind, ich persönlich es aber für sehr wichtig halte bereits vor dem Berufseinstieg mit der Praxis und den sich daraus ergebenen Problemen konfrontiert zu werden, entschied ich mich im Anschluß meiner letzten Diplomprüfung ein weiteres Praktikum durchzuführen.
Zwei Jahre zuvor bei meinem Voluntary-Einsatz in einem Krankenhaus in Boston (USA) verdeutlichten sich mir in diesem Zusammenhang die Vorteile eines Auslandsaufenthaltes.
Von meinem Praktikum in Mexiko erhoffte ich mir nicht nur eine fachliche Weiterbildung, sondern auch eine persönliche Weiterentwicklung und die Verbesserung meiner Spanischkenntnisse.
Mein Praktikum fand in dem Institut C* in Cuernavaca statt. C* ist der Universität angegliedert (Universidad Autónoma del Estado Morelos, UAEM) und ist ein Zentrum für Umwelterziehung und Forschung in der Sierra de Huautla.
Gegründet wurde C* am 15. März 1993 und zu seinen Projekten zählen:
- die Schaffung eines ökologischen Bewußtseins der Bevölkerung der Sierra de Huatla, einem Naturschutzgebiet
- Erhaltung der natürlichen Ressourcen
- Umwelterziehung
- Tier- und Pflanzenforschung
Der Praktikumsablauf
Vor Beginn meines Praktikums hatte ich nur vage Vorstellungen über den Ablauf und der Gestaltung meiner drei bevorstehenden Monate. Ich wußte, daß sich meine Tätigkeiten vorwiegend in einem Molekularlabor abspielen würden und ich mich dort mit der DNA verschiedener Pflanzen zu beschäftigen hätte.
An meinem ersten Praktikumstag wurde mir die Einrichtung C* näher bekannt gemacht.
J.Rolando R. - mein Ansprechpartner für alle meine Fragen, Vorschläge, Zweifel und Probleme - stellte mich verschiedenen Mitarbeitern vor, berichtete von ihren jeweils recht unterschiedlichen Projekten und überreichte mir Literatur über die Gründungsidee und die Ziele von C*.
Ich hatte 2-3 Tage Zeit mich über meinen Arbeitsplatz näher zu informieren, wobei mir auch ein Computer mit Internetzugang zur Verfügung stand.
Anschließend, am Ende der ersten Woche, erhielt ich eine Einführung in dem Molekularlabor. In den folgenden Wochen beschäftigte ich mich vorwiegend mit der pflanzlichen DNA von Guayabas (eine in Mexiko heimische und sehr beliebte Obstart). Ich lernte die selbständige Durchführung der RAPD (Random Amplified Polimorphic DNA), was PCR und Gelelektrophorese miteinschließt.
(...)
In den letzten 4 Wochen meines Praktikums beschäftigte ich mich mit Literaturrecherche. Unter anderem besuchte ich verschiedene Bibliotheken in Cuernavaca:
- Instituto Nacional de Salud Publica (Bibliothek mit Informationen über das Gesundheitswesen)
- CRIMS (Universitätsbibliothek der UAEM)
- INEGI (Institut für statistische Informationen über Mexiko)
Mit einem weiteren deutschen Studenten, der zur gleichen Zeit bei C* ein Praktikum absolvierte, sammelte ich statistischen Material z.B. über die Todesursachen der Mexikaner und das Auftreten ernährungsbedingter Krankheiten. Die Auswertung dieser Informationen wird im Zusammenhang mit einer Umfragestudie erfolgen, deren vollständigen Ablauf ich in Mexiko leider nicht mehr miterleben durfte.
Persönliche Eindrücke
Ich habe während meines Mexikoaufenthaltes sehr viel lernen können, sowohl auf fachlicher als auch auf zwischenmenschlicher Ebene. Die Lebensart der Mexikaner kennenzulernen war für mich eine völlig neue Erfahrung. Es lag ganz allein an mir, wieviel Energie ich in meine Arbeit steckte, was genau und wie ich etwas gestalten wollte und auch meine Arbeitszeiten erwiesen sich als sehr flexibel. Einerseits hatte das für mich den Vorteil, daß ich sehr selbständig und unabhängig arbeiten durfte, andererseits fühlte ich mich meinen Aufgaben oft noch nicht allein gewachsen. So haben mich zum Beispiel meine ersten zwei Laborwochen absolut überfordert.
Rolando hatte mir zuvor an drei Tagen den kompletten Ablauf der chemischen RAPD-Methode demonstriert und am vierten Tag sollte ich sie eigenständig ohne Betreuung durchführen. Theoretisch wußte ich zu diesem Zeitpunkt, was ich zu tun hatte, aber die praktische Durchführung ließ mich an der Richtigkeit meines Handelns oft zweifeln. Das Pipettieren erwies sich als recht schwer für mich und meine ersten Fotos waren katastrophal, auch aus dem Grund, weil ich viel zu langsam gearbeitet habe, die verwendeten chemischen Substanzen aber z.T. sehr hitzeinstabil sind und der Raumtemperatur des Labors nicht lange standhalten konnten.
Im Anschluß meiner Frustrationen folgten jedoch rasch die Erfolgserlebnisse.
Im Nachhinein glaube ich, daß ich so viel schneller habe lernen können, als es bei mehr Betreuung und Vorgaben der Fall gewesen wäre und auch trotz meiner vielen anfänglichen Misserfolge hat mich nie jemand zurechtgewiesen oder Druck auf mich ausgeübt. Ganz im Gegenteil, ich habe gerade in dieser Zeit von Mitarbeitern Trost und Aufmunterung erfahren.
Leben in Mexiko
Vor (...) Wochen bin ich aus Mexiko zurückgehrt und es gibt viele Momente, in denen ich unter Fernweh leide, obwohl ich es mir nicht vorstellen könnte, für immer in diesem Land zu leben.
Gerade als blondhaarige Frau wurde ich im besonderem Maße mit dem mexikanischen Machismus konfrontiert. Viele Mexikaner pfeifen und rufen einem hinterher, vor allem, wenn man allein oder nur unter Frauen unterwegs ist. Sobald man sich jedoch in männlicher Begleitung befindet, ist man das "Eigentum" dieses Mannes, wird in Ruhe gelassen und zieht so höchstens weiterhin Blicke auf sich. Manchmal war diese "Beliebtheit" schon recht nervig, aber andererseits hatten wir aufgrunddessen auch oft Spaß.
Eines der Dinge, die ich in Mexiko sehr vermisst habe, ist die direkte Umgangsart. Einzuschätzen, was in einem Mexikaner vorgeht, empfand ich in vielen Momenten als sehr schwer. Es existiert sozusagen etwas wie eine zwanghafte Höflichkeit. Zum Beispiel ist man immer willkommen, auch wenn es der ungelegenste Augenblick für eine Besuch sein sollte und man lieber einen Tag später wiederkommen würde und ich habe auch so gut wie nie Kritik zu hören bekommen. Die Hemmschwelle, über Unangenehmes zu reden, ist recht groß.
Ich habe mich mit dieser Verhaltensweise arrangieren müssen, obwohl ich es persönlich viel besser finde, daß man sagen darf, was man denkt (natürlich auf nette Art) und Kritik nicht als etwas Verwerfliches ansieht, sondern als Chance zur Verbesserung. Die Menschen dort sind sehr leicht verletzlich.
Zu kämpfen hatte ich auch mit der mexikanischen Vorstellung über den Begriff "Zeit". Geduld haben zu können, erlernt man spätestens hier, denn es kann trotz einem Versprechen sehr lange dauern, bis ein Vorhaben realisiert wird; zu spät kommen und warten gelassen werden, stehen an der Tagesordnung. Andererseits hat es mir gefallen, daß es dort kaum so etwas wie Mobbing oder Konkurrenzdenken gibt. Auch am Arbeitsplatz kann man stets mit der Hilfe seiner Kollegen rechnen und ich habe dieses "Ich will besser sein als der andere" nirgendwo kennengelernt.
Die Bevölkerung Mexikos hat mir stets große Hilfsbereitschaft entgegengebracht. Beispielsweise erkundigte ich mich während einer Busfahrt bei einem Fahrgast nach der richtigen Haltestelle. Er beschrieb sie mir. Da er jedoch vor mir aussteigen mußte, sagte er zusätzlich noch dem Busfahrer Bescheid, daß er darauf achten solle, daß ich meine Haltestelle nicht verpasse. Dagegen erfordert es hartnäckige Durchsetzungsfähigkeit, um die angebotene Hilfe erfolgreich abzulehnen, ohne daß die Person anschließend beleidigt war. Meine "Nein´s" wurden nur selten auf Anhieb akzeptiert.
Bei meiner Gastmutter, die mir jeden Morgen einen frischgepreßten Saft zum Frühstück servierte, mußte ich wirklich die Hand auf das Glas halten, um nicht 2 oder 3 mal Nachschub zu erhalten. Die vorherigen Verneinungen schien sie perfekt zu ignorieren. Dieses erging mir mit vielen Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens so: eine Tasche selber tragen, sich allein ein Taxi bestellen, allein auf dem Markt um die Preise feilschen, usw. Ich bin mir sicher, daß die Mexikaner mit ihrem Verhalten nur gute Absichten verfolgten und ich habe gelernt, auch die meinerseits ursprüngliche nicht gewollte Hilfe anzunehmen, um sie nicht traurig zu stimmen
Gerade Männer waren über die Selbständigkeit ausländischer Frauen oft sehr verblüfft. Ich habe viele Gespräche über Emanzipation, Rollenverteilung, aber auch über die Regierung und das Leben in Deutschland geführt und saß dabei jedesmal aufmerksamsten Zuhören gegenüber. Ebenfalls erstellte ich Diätvorschläge und beantwortete zahlreiche Fragen zum Thema Ernährung. Einerseits war ich entsetzt, wie wenig Allgemeinbildung sie diesbezüglich aufwiesen, andererseits faszinierte mich der Wissensdrang und die Umsetzung meiner kleinen Ratschläge und Tipps.
Hier in Deutschland vermisse ich noch Vieles: so leicht mit Menschen ins Gespräch kommen zu können, das Lächeln der Kassiererinnen im Supermarkt, die köstlichen Obst- und Gemüsesorten (Tomate schmeckt nicht wie Hollandtomate), das preiswerte Taxifahren, die spannenden Erzählungen über Mayas, Azteken und Co., das traumhafte Wetter (in den 5 Monaten erlebte ich nur 3 Tagen mit Regenfällen), ....
Ich verlebte dort einen wunderschönen "Winter", den ich nicht missen möchte."
Praktikumsbericht von B. Junge, Zeitraum: 24.7. - 8.9.2000
Ich habe mich für dieses Praktikum interessiert, weil ich im Anschluss ein einjähriges Aufbaustudium im Bereich Tourismusmanagement und Ökotourismus durchführen werde (FU-Berlin) und mir bisher praktische Erfahrungen in diesem Bereich fehlten. Vorher habe ich Biologie in Köln studiert.
C. ist ein interdisziplinaeres Forschungs-Zentrum und gehoert zu der Universitaet des Bundesstaates Morelos (UAEM). Die Wissenschaftler in C. beschaeftigen sich vor allen Dingen mit einem Naturreservat im Sueden von Morelos "Sierra de Huautla". Dieses Gebiet ist insofern interessant, da es sich durch eine besondere Vegetation, die Selva Baja Caducifolia, auszeichnet. Vor ca. 100 Jahren waren noch 70% von Morelos mit dieser Vegetationsart bedeckt; sie zeichnet sich durch einen reichhaltigen Baum- und Pflanzenbestand aus, von denen viele medizinischen und anderen Nutzen besitzen. Aufgrund dieser Reichhaltigkeit in der Flora leben auch sehr viele verschiedene Tierarten aller moeglicher Spezies in diesem Gebiet. Das charakeristischte Merkmal der Selva Baja Caducifolia ist aber das Abwerfen saemtlicher Blaetter waehrend der Trockenzeit (6-8 Monate). Dieser Blattverlust dient als Schutz der Baeume vor zu starker Verdunstung der in dieser Zeit knappen und kostbaren Wasservorraete. Waehrend der Trockenzeit tragen die Pflanzen und Baeume ihre Fruechte.
Aufgrund der dramatischen Abnahme des Baumbestandes in den letzten Jahrzehnten und des grossen wissenschaftlichen Interesses fuer diese Region, wurde 1993 das Projekt C. unter der Leitung des Botanikers Dr. Oscar Dorado Ramirez ins Leben gerufen.
Neben den naturwissenschaftlichen Untersuchungen gilt als weiterer Schwerpunkt die Entwicklung eines Zentrums fuer Oekotourismus und Umweltbildung.
In diesem Zentrum werden Gruppen von mindestens 30 Personen (meistens mexikanische Studenten, Schueler oder Personen die selbst im Tourismus arbeiten) uebers Wochenende im Bereich Umweltbildung unterrichtet. Dies beinhaltet eine ausfuehrliche Diashow, in der man ueber die Fauna und Flora der Sierra erfaehrt, eine Reptilienvorfuehrung mit den Reptilien der Region, Lehrpfade wo einem medizinische und andere Nutzpflanzen vorgestellt werden sowie ornithologische Exkursionen.
Neben der Umweltbildung erfahren die Besucher auch etwas ueber das Schicksal der unterschiedlichen Kommunen der Sierra de Huautla. Bis Ende der achtziger Jahre lebten die Menschen in dieser Region als"Mineros" von der Exploitation ihrer Silberminen. Dann wurden aufgrund eines internationalen Abfalls der Silberpreise die Minen geschlossen und die Menschen schlagartig arbeitslos. Dieses hatte zur Folge, dass viele Einheimische mangels anderer Arbeitsmoeglichkeiten begannen sehr schlecht mit ihrer Umwelt umzugehen (vermehrte Abholzung, unkontrollierte Jagd usw.).
C. versucht diese Kommunen in das Projekt einzubinden, um einerseits den Menschen zu helfen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern und andererseits eine weitere Zerstoerung der Natur dieser Region zu verhindern. Dazu wurden von Soziologen von C. verschiedene Projekte entwickelt (Produktion und Verkauf von Keramik in den Doerfern, Produktion von essbaren Pilzen aus der Region, Anfertigung von umweltschonenderen Oefen u.w.m.). Die Besucher der Sierra werden zuerst in die geschlossenen Minen und dann in das Dorf Huautla gefuehrt. Dies ermoeglicht den Einheimischen zusaetzliche Einkommensquellen. Neben dem Verkauf der Pilze und der Keramik werden die Besucher im Dorf verkoestigt. Alles in allem ist der Impakt dieser Projekte aber noch sehr gering. Nur wenige Bewohner des Dorfes Huautla (was nur ein Dorf von 28 in der gesamten Sierra de Huautla ist!) profitieren bisher direkt von den Projekten von C.
Meine Aufgabe bestand darin einen Bericht ueber den Oekotourismus in der Sierra de Huautla zu schreiben, ihn zu beobachten und zu kommentieren (aus der Sicht eines "Gringos").
Dazu bin ich mehrere Male zu der Station in der Sierra gefahren und habe mich an den ekotouristischen Unternehmungen und Exkursionen beteiligt. Die Station besteht aus einem grossen Auditorium in dem sich Konferenzraeume, Aufenthaltsmoeglichkeiten, ein Baskettball- oder Fussballfeld und eine grosse Terasse mit Blick auf den vorgelagerten See befinden. Weiterhin gibt es dort 14 "Cabañas", grosse Steinhauser, nebeneinander angeordnet, in denen jeweils 6 Personen Platz finden (wobei ein Haus als Kueche und Speisesall und ein anderes als Waschhaus dient). Die einzelnen Hauser und das etwas abseits gelegene Auditorium sind durch nicht asphaltierte Wege miteinander verbunden.
Unterhalb der Station befindet sich, wie bereits erwaehnt, ein grosser See mit relativ trueben, nicht allzu sauberen Wasser indem man angeln und unter Einschraenkung baden kann (kein Wasser schlucken!). Das gesamte Reservat und auch die Umgebung der Station ist huegelig und dicht bewaldet mit der Vegetation der Selva Baja Caducifolia.
Ich arbeitete am Wochenende auf der Station hauptsaechlich mit drei Personen zusammen: Sandra Ramírez García, Alejandro Mata Reyeros und Antonio Garcia Lopez. Antonio ist Ornithologe, im C. aber fuer die Organisation und Gestaltung der Umweltbildung und des Oekotourismus verantwortlich. Sandra studierte "Bildungswissenschaft" und Alejandro Landschaftspflege Sie sind die engsten Mitarbeiter von Antonio. Alejandro wird in Zukunft die Station leiten, d.h. er muss bei saemtlichen Veranstaltungen vor Ort sein und fuer den geregelten Ablauf aller noetigen Vorkehrungen, wie Zubereitung der Speisen in der Kueche , Instandhaltung der Haeuser und Pflege der Zimmer usw. sorgen.
Unter der Woche schrieb ich meistens in der Universitaet von Morelos (UAEM) an meinem Bericht, bzw. las in der Bibliothek von C. Da ich im Vorfeld des Praktikums so gut wie keine Kenntnisse, weder theoretisch noch praktisch, ueber Oekotourismus und Umweltbildung besass, war es fuer mich sehr wichtig viel darueber zu lesen. Die kleine Bibliothek und meine Mitarbeiter besitzen eine ausreichend grosse Sammlung aktueller und guter Buecher zu diesem Thema.
Neben der Buecherlektuere habe ich auch sehr viel ueber die Arbeit in den einzelnen Bereichen des Oekotourismus und der Umweltbildung erfahren, indem ich die einzelnen Mitarbeiter des Institutes ausfuehrlichst interwievt und mir viele Notizen gemacht habe.
Ich hatte die meiste Zeit einen eigenen Computer mit Netzanschluss zu meiner Verfuegung, so dass ich Internet-Recherchen machen konnte.
Ich arbeitete in einem Buero zusammen mit den oben genannten Leuten.
Die Atmosphere war locker und entspannt, Sandra und Alejandro sind etwa in meinem Alter und wir verstanden uns von Anfang an sehr gut. Z.B. gehoert es in dem Buero dazu, dass wir waehrend der Arbeit Musik hoerten, was mir persoenlich gut gefaellt. Aber auch die anderen Mitarbeiter bei C. sind meiner Meinung nach im grossen und ganzen sehr nett und hilfsbereit.
Ich habe mich daher auch an anderen Exkursionen ausserhalb der Sierra de Huautla beteiligt. Einmal war ich mit einem Biologen des Institutes und einigen Studenten in einer Hoehle in der naehe von Tepotzlan. Er beschaeftigt sich mit Hoehlentieren, v.a.D. mit Insekten und Fischen. An diesem Tag wollten wir aber eine Verbindung zwischen dieser Hoehle und einer anderen Hoehle herstellen. Wir gruben im liegen etwa drei Meter (die Hoehle war an dieser Stelle nur ca.50cm hoch und 50cm breit) dann gaben wir auf. Es fehlen noch etwa acht Meter bis zur anderen Hoehle. Wird die Verbindung irgendwann hergestellt, so entsteht die groesste natuerliche Vulkanhoehle der Welt (ca.11Km).
In der Sierra de Huautla habe ich einmal einen ganzen Tag lang mit Herpetologen (Reptilienforschern) von C. Eidechsen ; Leguane und Schlangen gejagt. Sie sind dabei eine Bestandsaufnahme der Reptilienwelt der Region vorzunehmen, d.h. sie halten den genauen Ort der Gefangennahme fest, vermessen und wiegen die Tiere, bestimmen das Geschlecht usw.. Danach werden die Reptilien wieder am selben Ort freigelasssen. Einige Arten die nicht bedroht sind, werden fuer Herpetologien behalten und einige werden (leider) auch getoetet und weitergehend untersucht.
Da meine Praktikumszeit mit acht Wochen relativ kurz war, fehlen mir in einigen Bereichen der Arbeit von C. natuerlich tiefergehende Erfahrungen. Alles in allem habe ich aber einen sehr guten Eindruck von dem Projekt Sierra de Huautla erhalten. Meine Meinung zu den Vor- und Nachteilen dieses Projektes habe ich in dem Bericht ueber den Oekotourismus in dieser Region festgehalten. Sollte Interesse darueber bestehen so kann sicherlich bei Nachfrage im C.-Institut darin eingesehen werden.
Es existieren Exemplare in deutsch und in spanisch.
Von der Arbeitsatmosphaere her hat mir das Praktikum bei C. sehr gut gefallen. Als Tip kann ich sagen, dass es wichtig ist, offen auf die Leute zuzugehen und keine Angst vor Kontakten zu haben.
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